Unternehmen müssen mehr ältere Arbeitnehmer beschäftigen
Enterprise for Health: Bei der Bewältigung des demografischen Wandels auf Gesundheit und Unternehmenskultur setzen
Gemeinsam mit dem BKK Bundesverband hat die Stiftung im Jahr 2000 das Netzwerk "Enterprise for Health" (EfH) ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung einer partnerschaftlichen Unternehmenskultur und einer modernen betrieblichen Gesundheitspolitik. Mitglieder sind 19 Unternehmen aus 13 europäischen Ländern, u.a. Bertelsmann, VW, Ford, Shell, E.ON Ruhrgas.
Der Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie- und Unternehmenspolitik Günter Verheugen lobte die Initiative als zukunftsweisend. "Gesundheit und Qualität der Arbeit sind in älter werdenden, wissensbasierten Gesellschaften Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Europas Unternehmen werden dauerhaft nur dann erfolgreich bleiben, wenn sie schneller, flexibler, lernfähiger und innovativer sind als inre Konkurrenten in anderen teilen der Welt."
Doch gerade in der Bundesrepublik sind Unternehmen auf diese Veränderungen kaum vorbereitet. In der Schweiz oder in Schweden sind über 60 Prozent der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig, in der Bundesrepublik sind es nur gut 38 Prozent. Dies kann schon bald zum Wettbewerbsnachteil werden. Um künftig mehr ältere Beschäftigte in den Arbeitsprozess einbeziehen zu können, ist ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement notwendig, das die Arbeitsfähigkeit erhält und für belastungsgerechte Arbeitsbedingungen sorgt. Ansatzpunkte sind u.a. ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeitregelungen oder individuelle Laufbahngestaltung. Die Führungskräfte sind gefordert, das Leistungsvermögen ihrer Mitarbeiter realistisch einzuschätzen, Instrumente zum lebenslangen Lernen einzuführen und den Dialog zwischen Älteren und Jüngeren weiter zu fördern. "Gesundheit und Unternehmenskultur hängen wechselseitig voneinander ab", betonte deshalb auch Prof. Rita Süssmuth, Präsidentin von Enterprise for Health. "Mitarbeiterorientierte Unternehmenswerte und entsprechende Führungsgrundsätze sind Voraussetzung für ein gesundes Organisationsklima und entsprechendes Verhalten der Beschäftigten", so die ehemalige Bundestagspräsidentin.
Vorbilder dafür gibt es mittlerweile genug. "Mit der Unterstützung des Netzwerks Enterprise for Health fördert die BKK internationale, praxisbewährte Vorgehensweisen in Prävention und Gesundheitsförderung zutage, die deutsche Betriebe nutzen können. Und davon profitieren Unternehmen, Versicherte und das Gesundheitssystem als Ganzes," erklärte K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband. Der BKK Bundesverband schätzt, dass rund ein Drittel der insgesamt 15 Milliarden Euro, die der Sozialversicherung jährlich durch die Behandlung arbeitsbedingter Erkrankungen entstehen, durch Prävention einzusparen wären.
Zwischen 2005 und 2050 wird sich die Altersstruktur in der gesamten EU grundlegend verändern. Der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen wird von 17 auf 30 Prozent ansteigen, während der Anteil der unter 24-Jährigen von 30 auf 23 Prozent sinken wird. In Deutschland wird sich die Zahl der über 55-jährigen Arbeitnehmer allein zwischen 2010 und 2030 um 24 Millionen erhöhen und die Zahl der jüngeren entsprechend abnehmen. Die Wirtschaft wird sich auf einen Mangel an Fachkräften einstellen müssen. Bis 2030 wird es in Europa insgesamt 20 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) geben.
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Der Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie- und Unternehmenspolitik Günter Verheugen lobte die Initiative als zukunftsweisend. "Gesundheit und Qualität der Arbeit sind in älter werdenden, wissensbasierten Gesellschaften Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Europas Unternehmen werden dauerhaft nur dann erfolgreich bleiben, wenn sie schneller, flexibler, lernfähiger und innovativer sind als inre Konkurrenten in anderen teilen der Welt."
Doch gerade in der Bundesrepublik sind Unternehmen auf diese Veränderungen kaum vorbereitet. In der Schweiz oder in Schweden sind über 60 Prozent der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig, in der Bundesrepublik sind es nur gut 38 Prozent. Dies kann schon bald zum Wettbewerbsnachteil werden. Um künftig mehr ältere Beschäftigte in den Arbeitsprozess einbeziehen zu können, ist ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement notwendig, das die Arbeitsfähigkeit erhält und für belastungsgerechte Arbeitsbedingungen sorgt. Ansatzpunkte sind u.a. ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeitregelungen oder individuelle Laufbahngestaltung. Die Führungskräfte sind gefordert, das Leistungsvermögen ihrer Mitarbeiter realistisch einzuschätzen, Instrumente zum lebenslangen Lernen einzuführen und den Dialog zwischen Älteren und Jüngeren weiter zu fördern. "Gesundheit und Unternehmenskultur hängen wechselseitig voneinander ab", betonte deshalb auch Prof. Rita Süssmuth, Präsidentin von Enterprise for Health. "Mitarbeiterorientierte Unternehmenswerte und entsprechende Führungsgrundsätze sind Voraussetzung für ein gesundes Organisationsklima und entsprechendes Verhalten der Beschäftigten", so die ehemalige Bundestagspräsidentin.
Vorbilder dafür gibt es mittlerweile genug. "Mit der Unterstützung des Netzwerks Enterprise for Health fördert die BKK internationale, praxisbewährte Vorgehensweisen in Prävention und Gesundheitsförderung zutage, die deutsche Betriebe nutzen können. Und davon profitieren Unternehmen, Versicherte und das Gesundheitssystem als Ganzes," erklärte K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband. Der BKK Bundesverband schätzt, dass rund ein Drittel der insgesamt 15 Milliarden Euro, die der Sozialversicherung jährlich durch die Behandlung arbeitsbedingter Erkrankungen entstehen, durch Prävention einzusparen wären.
Zwischen 2005 und 2050 wird sich die Altersstruktur in der gesamten EU grundlegend verändern. Der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen wird von 17 auf 30 Prozent ansteigen, während der Anteil der unter 24-Jährigen von 30 auf 23 Prozent sinken wird. In Deutschland wird sich die Zahl der über 55-jährigen Arbeitnehmer allein zwischen 2010 und 2030 um 24 Millionen erhöhen und die Zahl der jüngeren entsprechend abnehmen. Die Wirtschaft wird sich auf einen Mangel an Fachkräften einstellen müssen. Bis 2030 wird es in Europa insgesamt 20 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) geben.

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