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Kampagne „Alt für Jung“ regt Ältere zu bürgerschaftlichem Engagement an


„Viele Menschen wollen auch nach dem Berufsleben aktiv bleiben. Sie sind voller Energie, breit interessiert und für freiwilliges Engagement offen. Wir wollen sie motivieren, ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben - an Jüngere, die davon profitieren können,“ erklärte Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt zum Start der Informationskampagne „Alt für Jung: ein Plus für alle“. Die Kampagne will ältere Menschen Möglichkeiten des freiwilligen Engagements aufzeigen und das Bild des Alters positiv besetzen.

„Jeder dritte Ältere ist schon heute freiwillig engagiert, Tendenz stark steigend. Diese Älteren zeigen, dass es falsch ist, den demografischen Wandel allein unter dem Vorzeichen der Belastung für Gesellschaft und Sozialsysteme zu diskutieren. Im demografischen Wandel liegen große Chancen für den Zusammenhalt der Gesellschaft, für das Miteinander der Generationen und für den persönlichen Gewinn“, so Bundesministerin Renate Schmidt.

Die Informationskampagne „Alt für Jung: ein Plus für alle.“ wirbt für das freiwillige Engagement Älterer. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen ältere Menschen, die sich in generationsübergreifenden Projekten engagieren - beispielsweise in der Kinder- und Jugendarbeit. Sie werden in dem im Jahr 2002 ins Leben gerufenen Modellprojekt des Bundesministeriums „Erfahrungswissen für Initiativen“ zu seniorTrainerinnen und seniorTrainer weitergebildet.

Interessierte qualifizieren sich in neuntägigen Kursen für Leitungs- und Multiplikatorenfunktionen im freiwilligen Engagement. Sie unterstützen, beraten und begleiten anschließend Freiwilligeninitiativen, Einrichtungen, Vereine und Verbände bei Ihrer Arbeit oder bauen eigene Projekte auf. Bislang sind bereits über 500 Ältere daran beteiligt. Das Interesse übersteigt das Angebot in den 10 beteiligten Bundesländern um ein Vielfaches. Von den seniorTrainern und seniorTrainerinnen wurden bereits über 1000 Projekte aufgebaut oder betreut. Vielerorts schließen sie sich zu seniorKompetenzteams zusammen, in denen sie sich gegenseitig bei ihren freiwilligen Tätigkeiten mit Rat und Austausch unterstützen.

Dr. Joachim Scharioth von TNS Infratest, der in der Zukunftsstudie „Horizon 2020“ Szenarien für das zukünftige Leben im Alter entwickelt hat, bekräftigt, dass sich die Rolle älterer Menschen grundlegend verändern wird: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass ältere Menschen in den nächsten 15 Jahren sukzessive mehr Verantwortung übernehmen und dadurch unverzichtbarer integraler Bestandteil der zukünftigen Gesellschaft werden.“

Links:
Die Internetseite von EFI (Erfahrungswissen für Initiativen). Hier erfahren Sie alles weitere zum Projekt:
www.seniortrainer.de

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