Ebay und Co. oder: Vom Nutzen der Online-Auktionen
Angefangen hatte alles im Jahr 1995 in den USA. Gründer Pierre Omidyar wollte zunächst seiner Frau, einer leidenschaftlichen Sammlerin von PEZ-Spendern (Kaugummi-Spendern), die Gelegenheit geben, über das Internet mit anderen Sammlern in Kontakt zu treten. Was folgte war eine der größten Erfolgstorys im Internet-Business. Und längst nutzen nicht nur Sammler den größten Online-Marktplatz der Welt.
Weltweit befinden sich nach Angaben von Ebay ständig ca. 34 Millionen Artikel, aufgeteilt in rund 50.000 Kategorien, im Angebot. Das Unternehmen beschäftigt 4.000 Mitarbeiter und machte im Jahr 2003 einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar.
Geld verdient wird in erster Linie über die Provisionen, die Ebay bei jedem Verkauf verdient. Die Provision beträgt in der Regel fünf Prozent vom Verkaufspreis. Dazu kommt eine einmalige Einstellgebühr, die sich nach dem Startpreis richtet, mindestens aber 0,25 Euro beträgt. Doch auch Werbung oder spezielle Verkaufsangebote lassen die Kassen der Auktionsbörse klingeln. Kein Wunder, dass sich Ebay in den letzten Jahren hat kräftig verstärken können. Mit der Hamburger Firma Mobile.de wurde für 121 Millionen Euro eine deutschsprachige Plattform für den Verkauf von Autos dazu gekauft. Und auch Paypal, ein Unternehmen, das bequeme Zahlungen im Internet ermöglicht, wurde dem Angebot hinzugefügt.
Was aber macht den eigentlichen Reiz von Ebay aus? In erster Linie dürfte die Antwort darin liegen, dass es sich um ein scheinbar konjunktur-unabhängiges Geschäftsmodell handelt. Denn hat der Kunde wenig Geld in der Tasche, kommen eventuelle Schnäppchen gerade gelegen. Und auch denjenigen, denen es finanziell gut geht, macht das Einkaufen und die Suche nach Raritäten häufig Spaß.
Im Angebot befindet sich so ziemlich alles. Neben vermeintlichen Topsellern wie Markenkleidung, technischen Geräten oder CDs kann man ebenso eine Reise wie eine Hundeleine, ein Schlauchboot oder Holzspielzeug und vieles mehr ersteigern. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Und für fast alles, was irgendwo auf der Welt angeboten wird, findet sich irgendwo anders ein Interessent.
Selbst als sich im Laufe des vergangenen Jahres sechs junge Frauen aus Münster als Partypaket selbst versteigert haben, wurde eifrig mit geboten. Schließlich erzielte das „Party-Sixpack“, wie sich die Anbieterinnen selbst nannte, die stolze Summe von 25.000 Euro. Auch ein „Käsebrot mit dem Antlitz der Muttergottes“ wurde in den USA versteigert und erzielte dort 28.000 US-Dollar.
Für Ebay, dessen allgemeine Geschäftsbedingungen eigentlich jede „Spaßauktion“ verbietet, sind solche vermeintlichen Gags natürlich beste PR und dazu noch kostenlos. Und aufgrund der schieren Menge an Auktionen fällt es schwer, solche Auktionen immer rechtzeitig zu bemerken und entsprechend zu unterbinden.
Übrigens werden durch die Online-Auktionen mittlerweile auch Existenzen begründet. Über 10.000 Menschen in Deutschland verdienen durch Ebay und Co. ihren Lebensunterhalt. Die Tendenz ist steigend. Denn wo früher ein Ladenlokal angemietet wurde, um die Kundschaft eines Stadtteils zu erreichen, kann man heute bequem die ganze Welt erreichen.
Doch hat auch die schöne neue Welt der Online-Auktionen ihre Schattenseiten. Vielfach ist der Reiz, einen Artikel via Auktion zu kaufen, größer als die Vernunft. Und häufig kommt es vor, dass gebrauchte Waren selbst den Ladenpreis für den entsprechenden neuen Artikel übertreffen. Denn nicht alles ist günstig, nur weil es in einer Auktion angeboten wird.
So lohnt es sich, erst einmal einen Preisvergleich zu starten, bevor man ein Gebot abgibt. Denn sobald man einmal mitbietet, ist das Gebot rechtsverbindlich. Zumindest in diesem Punkt unterscheidet sich Ebay nicht von herkömmlichen Auktionen.
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Weltweit befinden sich nach Angaben von Ebay ständig ca. 34 Millionen Artikel, aufgeteilt in rund 50.000 Kategorien, im Angebot. Das Unternehmen beschäftigt 4.000 Mitarbeiter und machte im Jahr 2003 einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar.
Geld verdient wird in erster Linie über die Provisionen, die Ebay bei jedem Verkauf verdient. Die Provision beträgt in der Regel fünf Prozent vom Verkaufspreis. Dazu kommt eine einmalige Einstellgebühr, die sich nach dem Startpreis richtet, mindestens aber 0,25 Euro beträgt. Doch auch Werbung oder spezielle Verkaufsangebote lassen die Kassen der Auktionsbörse klingeln. Kein Wunder, dass sich Ebay in den letzten Jahren hat kräftig verstärken können. Mit der Hamburger Firma Mobile.de wurde für 121 Millionen Euro eine deutschsprachige Plattform für den Verkauf von Autos dazu gekauft. Und auch Paypal, ein Unternehmen, das bequeme Zahlungen im Internet ermöglicht, wurde dem Angebot hinzugefügt.
Was aber macht den eigentlichen Reiz von Ebay aus? In erster Linie dürfte die Antwort darin liegen, dass es sich um ein scheinbar konjunktur-unabhängiges Geschäftsmodell handelt. Denn hat der Kunde wenig Geld in der Tasche, kommen eventuelle Schnäppchen gerade gelegen. Und auch denjenigen, denen es finanziell gut geht, macht das Einkaufen und die Suche nach Raritäten häufig Spaß.
Im Angebot befindet sich so ziemlich alles. Neben vermeintlichen Topsellern wie Markenkleidung, technischen Geräten oder CDs kann man ebenso eine Reise wie eine Hundeleine, ein Schlauchboot oder Holzspielzeug und vieles mehr ersteigern. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Und für fast alles, was irgendwo auf der Welt angeboten wird, findet sich irgendwo anders ein Interessent.
Selbst als sich im Laufe des vergangenen Jahres sechs junge Frauen aus Münster als Partypaket selbst versteigert haben, wurde eifrig mit geboten. Schließlich erzielte das „Party-Sixpack“, wie sich die Anbieterinnen selbst nannte, die stolze Summe von 25.000 Euro. Auch ein „Käsebrot mit dem Antlitz der Muttergottes“ wurde in den USA versteigert und erzielte dort 28.000 US-Dollar.
Für Ebay, dessen allgemeine Geschäftsbedingungen eigentlich jede „Spaßauktion“ verbietet, sind solche vermeintlichen Gags natürlich beste PR und dazu noch kostenlos. Und aufgrund der schieren Menge an Auktionen fällt es schwer, solche Auktionen immer rechtzeitig zu bemerken und entsprechend zu unterbinden.
Übrigens werden durch die Online-Auktionen mittlerweile auch Existenzen begründet. Über 10.000 Menschen in Deutschland verdienen durch Ebay und Co. ihren Lebensunterhalt. Die Tendenz ist steigend. Denn wo früher ein Ladenlokal angemietet wurde, um die Kundschaft eines Stadtteils zu erreichen, kann man heute bequem die ganze Welt erreichen.
Doch hat auch die schöne neue Welt der Online-Auktionen ihre Schattenseiten. Vielfach ist der Reiz, einen Artikel via Auktion zu kaufen, größer als die Vernunft. Und häufig kommt es vor, dass gebrauchte Waren selbst den Ladenpreis für den entsprechenden neuen Artikel übertreffen. Denn nicht alles ist günstig, nur weil es in einer Auktion angeboten wird.
So lohnt es sich, erst einmal einen Preisvergleich zu starten, bevor man ein Gebot abgibt. Denn sobald man einmal mitbietet, ist das Gebot rechtsverbindlich. Zumindest in diesem Punkt unterscheidet sich Ebay nicht von herkömmlichen Auktionen.

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