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Betroffene Länder gezielt und gut informiert bereisen

Reiseveranstalter bekennen sich zu Südostasien
Der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) appelliert an die Bundesbürger, in ihre Reiseplanung auch weiterhin Südostasien einzubeziehen. “Die Flutkatastrophe ist eine menschliche Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes. Wenn nun die betroffenen Reiseländer auch noch generell von Touristen geschnitten würden, wäre dies ein zweiter katastrophaler Schlag für die so hart getroffene Bevölkerung,” sagte DRV-Präsident Klaus Laepple.

Die Reisebranche sei sich dabei aber mit dem Auswärtigen Amt einig, dass aktuell keine Reisen in die unmittelbar von der Flut betroffenen Küstenregionen unternommen werden sollen. “Es darf nicht dazu kommen, dass Touristen die Rettungs- und Hilfsarbeiten behindern,” mahnte Laepple. Die ganze Sorge in den Katastrophengebieten gelte der humanitären Hilfe für alle Betroffenen, betonte der DRV-Präsident. Laepple ist überzeugt, dass die Touristen hierfür Verständnis haben.

Dennoch gebe es sehr große Bereiche der betroffenen Reiseländer, die von den Folgen der Flut verschont geblieben sind. Die Reisebranche empfiehlt in jedem Fall, sich bei der Reiseplanung an ein Reisebüro zu wenden und exakte Informationen über die Sicherheitslage und Reisemöglichkeiten einzuholen.

Nach den aktuellen Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) sind die einzelnen Länder wie folgt einzustufen:

In Indien sind Teile des Südens stark betroffen, insbesondere die Küste des Bundesstaates Tamil Nadu sowie die Nikobaren (südliche, für Touristen gesperrte Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren), Teile der Küste Keralas und Andhra Pradeshs.

In Indonesien gebe es Schäden in Teilen der nördlichen Küste Sumatras - ein Gebiet, das von deutschen Touristen nur wenig bereist werde. Dagegen sind laut Auswärtigem Amt die populären Reiseziele Indonesiens wie Bali, Lombok und Java von der Flutkatastrophe nicht betroffen.

In Malaysia wurden die Landesteile Perlis, Kedah, Penang und Perak von der Flutwelle erfasst, berichtet das Auswärtige Amt. Nicht betroffen ist die Ostküste. Die Flughäfen von Penang und Langkawi seien nicht beeinträchtigt und voll funktionsfähig.

Auf den Malediven sind nach Angaben des Auswärtigen Amts einige Atolle betroffen, doch sei das genaue Ausmaß noch nicht exakt festgestellt. Die Mehrzahl der Resorts ist nach Angaben der Reiseveranstalter unversehrt. Hier muss im Einzelfall beim Reiseveranstalter nachgefragt werden.

In Sri Lanka gebe es schwere Schäden im Küstenbereich, insbesondere an der Ost- und Südküste. Das Stadtgebiet von Colombo, der Küstenstreifen nördlich von Colombo sowie das Binnenland sind nach Angaben der Reiseveranstalter dagegen nicht betroffen.

In Thailand entstanden Schäden im südwestlichen Küstengebiet (vor allem in Krabi und Khao Lak) sowie den vorgelagerten Inseln (Phuket, Phi Phi, Koh Lanta) schwerste Schäden. Das Gebiet Khao Lak ist laut Auswärtigem Amt gesperrt. Unbefugten ist der Zutritt untersagt. Nicht betroffen sind die Binnengebiete Thailands (Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son, Ayutta etc.), sowie die populären Reiseorte an den Küsten des Golfes von Thailand (Hua Hin, Pattaya, Ko Samui, Ko Chang, Ko Samet, Ko Si Chang etc.).

Allen Interessenten an Reisen in diese Regionen ist zu empfehlen sich bei der Reiseplanung gezielt an ein Reisebüro zu wenden, um sich zur Reisemöglichkeit in die einzelnen Länder aktuell zu informieren.

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