Das Themenportal für die Generation 50plus

 

50plus-aktuell.de:

    Unser 50plus-Weblog    

Professionelle Textvorlagen suchen

 Reden (178 Texte)
 
 
 Briefe (161 Texte)
 
 

   Startseite    Partnersuche 50plus    Wohlfühlen    Zusammenleben    Reisen    Technik    Gesellschaft    Feuilleton    Service    Impressum    Kontakt    Presse    Inhalt
 
 
 

Weniger Gift im Flugzeug

Neues Verfahren der Flugzeugdesinsektion schont Passagiere und Besatzung
Flugzeuge sind ein hervorragendes und gern genutztes Fortbewegungsmittel von Viren. Schnell können sie sich mit ihrer Hilfe über den gesamten Erdkreis verbreiten. SARS, nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation die erste Epidemie des 21. Jahrhunderts, schaffte die weltweite Verbreitung innerhalb weniger Stunden.

Um die Verbreitung von Krankheitserregern auf Interkontinentalpflügen zu verhindern, setzten Fluggesellschaften in der Vergangenheit auf rabiate Mittel. Hatten alle Passagiere Platz genommen, wurde durch das Flugpersonal auf einigen Routen Insektengift in der Kabine versprüht. Dieses so genannte "in-flight spraying" birgt allerdings Risiken für Passagiere und Crew. Wie heute.de berichtete kann es zu Hautausschlag, Taubheitsgefühlen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall kommen. Doch nun gibt es anscheinend eine neue "100 Prozent killerwirksame" Methode, die für Menschen ungefährlich ist.

In Zusammenarbeit von Umweltbundesamt, dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin und der Deutschen Lufthansa wurde ein wirksames Verfahren der Flugzeugdesinsektion entwickelt und geprüft, bei dem Passagiere und Besatzung kaum belastet werden.

Insekten, die bestimmte Krankheitskeime wie die Erreger der Malaria, des Gelb- oder des Dengue-Fiebers aus den Tropen in andere Regionen der Erde verschleppt werden, soll damit eine Schranke gebaut werden. Um dieses Risiko einer weltweiten Verbreitung solcher bisher hauptsächlich in tropischen Regionen beheimateten Erkrankungen einzudämmen, ist auf bestimmten Flugrouten eine Bekämpfung von Insekten im Flugzeug notwendig.

Verwendet werden beim in-flight spraying Schädlingsbekämpfungsmittel, die Pyrethrum und Pyrethroide als Wirkstoffe enthalten. Beide wirken auf das Nervensystem. Passagiere und Crew können diese Stoffe über die Haut und über die Atemwege unter ungünstigen Umständen in solchen Mengen aufnehmen, dass die Gesundheit beeinträchtigt wird.

Die neue Methode nun, soll eine wirkungsvolle Bekämpfung von Insekten im Flugzeug vor dem Zusteigen von Besatzung und Passagieren erlauben. Bei dieser "Preembarkations-Methode" werden Schädlingsbekämpfungsmittel mit einem kurzzeitig aktiven Wirkstoff in relativ hoher Konzentration bei leerer Kabine und unbesetztem Cockpit von einer Fachkraft versprüht. Die Passagiere und die Besatzung betreten das Flugzeug erst, wenn die Konzentration in der Luft so niedrig ist, dass kein Risiko für die Gesundheit zu befürchten ist. Insekten, die sich im Flugzeug befinden, werden auf diese Weise zu 100 Prozent abgetötet. Auch Insekten, die beim anschließenden Boarding mit den Passagieren an Bord gelangen können, werden beseitigt, da sich die Wirkstoffe auf Flächen, die ihnen als Rast und Ruheplätze dienen, niederschlagen und über mehrere Stunden als Kontaktinsektizid wirken.

"Das neue Verfahren ist schnell und wirksam. Die Belastung der Passagiere ist dabei so gering, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten sind", erläutert Dr. Klaus Erich Appel, stellvertretender Leiter des Zentrums für experimentelle Toxikologie im BfR und Leiter des Projekts. Die Standzeiten der Flugzeuge würden sich bei einer Desinsektion nach dem neuen Verfahren nur unwesentlich verlängern.

Einige Fluggesellschaften beabsichtigen, in Kürze die neue Preembarkations-Methode auf Flugrouten einzusetzen, auf denen bisher das in-flight spraying praktiziert wurde. Außerdem wurden die Forschungsergebnisse den zuständigen Gremien der Weltgesundheitsorganisation vorgelegt. Es ist angestrebt, die neue Methode in den Katalog der WHO-Empfehlungen zur Flugzeugdesinsektion aufzunehmen.

  zurück
 

Google-Suche:

Perita.de - Newsletter

  

Wetter

 

Werbung

 

Werbung

  
Startseite |  Impressum |  Kontakt |  Presse |  Sitemap |  Links