21 Minuten mehr Zeit zum Essen
Ergebnisse des Ernährungsberichts 2004
Der aktuelle Ernährungsbericht 2004 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat Umfang und Art der Zeitverwendung für Ernährung, Mahlzeitenmuster und Beköstigung erstmals differenzierter untersucht. Das Essen hat nach wie vor einen hohen sozialen und kommunikativen Stellenwert. Vor allem in Familien- und Mehrpersonenhaushalten wird dem Abendessen als Familientreffpunkt ein große Bedeutung beigemessen.
Von einer Auflösung der herkömmlichen Mahlzeitenstrukturen zugunsten eines Essverhaltens "rund um die Uhr" kann hierzulande auch im 21. Jahrhundert nicht die Rede sein. Für die tägliche Beköstigung wird im Vergleich zu anderen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten am meisten Zeit investiert. Das Zepter für die Ernährungsversorgung haben weiterhin die Frauen in der Hand: Sie wenden dafür im Durchschnitt 1 Stunde und 6 Minuten pro Tag auf, wobei davon rund 20 Minuten für Tischdecken und Abwasch benötigt werden.
Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten hat die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung eine erhebliche Bedeutung. Für etwa die Hälfte der männlichen Bevölkerung in Deutschland (46 %) ist Mahlzeitenzubereitung sowie Tischdecken und Geschirrreinigung kein Thema. Auch bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sieht es nicht vielversprechend aus. Männliche und weibliche Jugendliche werden unterschiedlich in die Beköstigungsarbeiten einbezogen, wobei sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche heutzutage weniger helfen. In der Altersgruppe der 15- bis 19-jährigen Mädchen ist der Anteil in den letzten zehn Jahren um 21 Prozentpunkte auf 42 % zurückgegangen, bei den Jungen sind es nur noch rund ein Viertel (26 %), die bei der Mahlzeitenvor- und -zubereitung helfen. Das entspricht einem Rückgang von 10 %. Der rückläufigen Tendenz bei der Vor- und Zubereitung steht die zunehmende Zeitverwendung für die tatsächliche Mahlzeiteneinnahme gegenüber. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass sich Männer 20 Minuten und Frauen 22 Minuten mehr Zeit zum Essen nehmen als noch vor 10 Jahren.
Immer eindeutiger wird in diesem Zusammenhang der Trend zur Außer-Haus-Verpflegung. Ob Kantine, Mensa, Restaurant oder Imbiss um die Ecke, 26 % der Bevölkerung isst mindestens einmal täglich außer Haus, das sind 8 % mehr als vor 10 Jahren. Vor allem die Mittagsmahlzeit wird immer weniger zu Hause eingenommen. Spitzenreiter im Außer-Haus-Verzehr sind die 20- bis 25-Jährigen, berufstätige Singles und alleinstehende männliche Rentner.
Dessen ungeachtet dominiert die Ernährungsversorgung zu Hause und eine generelle Auflösung der Mahlzeitenstrukturen ist obgleich der beschriebenen Trends nicht erkennbar: Mehr als 60 % nehmen ihr Frühstück zwischen 6:00 und 9:00 Uhr ein, das Mittagessen zwischen 12:00 und 14:00 Uhr und das Abendessen zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.
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Von einer Auflösung der herkömmlichen Mahlzeitenstrukturen zugunsten eines Essverhaltens "rund um die Uhr" kann hierzulande auch im 21. Jahrhundert nicht die Rede sein. Für die tägliche Beköstigung wird im Vergleich zu anderen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten am meisten Zeit investiert. Das Zepter für die Ernährungsversorgung haben weiterhin die Frauen in der Hand: Sie wenden dafür im Durchschnitt 1 Stunde und 6 Minuten pro Tag auf, wobei davon rund 20 Minuten für Tischdecken und Abwasch benötigt werden.
Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten hat die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung eine erhebliche Bedeutung. Für etwa die Hälfte der männlichen Bevölkerung in Deutschland (46 %) ist Mahlzeitenzubereitung sowie Tischdecken und Geschirrreinigung kein Thema. Auch bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sieht es nicht vielversprechend aus. Männliche und weibliche Jugendliche werden unterschiedlich in die Beköstigungsarbeiten einbezogen, wobei sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche heutzutage weniger helfen. In der Altersgruppe der 15- bis 19-jährigen Mädchen ist der Anteil in den letzten zehn Jahren um 21 Prozentpunkte auf 42 % zurückgegangen, bei den Jungen sind es nur noch rund ein Viertel (26 %), die bei der Mahlzeitenvor- und -zubereitung helfen. Das entspricht einem Rückgang von 10 %. Der rückläufigen Tendenz bei der Vor- und Zubereitung steht die zunehmende Zeitverwendung für die tatsächliche Mahlzeiteneinnahme gegenüber. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass sich Männer 20 Minuten und Frauen 22 Minuten mehr Zeit zum Essen nehmen als noch vor 10 Jahren.
Immer eindeutiger wird in diesem Zusammenhang der Trend zur Außer-Haus-Verpflegung. Ob Kantine, Mensa, Restaurant oder Imbiss um die Ecke, 26 % der Bevölkerung isst mindestens einmal täglich außer Haus, das sind 8 % mehr als vor 10 Jahren. Vor allem die Mittagsmahlzeit wird immer weniger zu Hause eingenommen. Spitzenreiter im Außer-Haus-Verzehr sind die 20- bis 25-Jährigen, berufstätige Singles und alleinstehende männliche Rentner.
Dessen ungeachtet dominiert die Ernährungsversorgung zu Hause und eine generelle Auflösung der Mahlzeitenstrukturen ist obgleich der beschriebenen Trends nicht erkennbar: Mehr als 60 % nehmen ihr Frühstück zwischen 6:00 und 9:00 Uhr ein, das Mittagessen zwischen 12:00 und 14:00 Uhr und das Abendessen zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

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